Das Jahr 2018

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Wenn ich in meine Bilanz schaue, dann war das jahr 2018 sehr efolgreich. Ich habe viele Projekte abschliessen können und habe viele neue Kunden kennengelernt. Besonders war in diesem Jahr vor allen Dingen auch meine erste Ausstellung in der VHS in Schleswig. Es stecken eine Menge Arbeit und Kosten in der Vorbereitung und Durchführung, aber ich finde, es hat sich unterm Strich doch gelohnt. Einen schönen Dank auch noch mal an das Team der VHS Schleswig für die tolle Unterstützung dabei.

Eigentlich hatte ich mir angesichts zweier größerer Operationen, die in diesem Jahr anstanden, vorgenommen, alles ein wenig zurückzufahren. Ich hatte meine VHS-Kurse auf ein Minnimum reduziert und auch das Kalendergeschäft hat dieses Jahr ohne mich stattgefunden. Trotzdem sind die wichtigen Dinge weiter gelaufen und ich bin möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei allen meinen Kunden, Freunden und Geschäftspartnern für ihr Vertrauen und die Zusammenarbeit zu bedanken.

Ich freue mich schon auf 2019!

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Meine Werkschau in der VHS

Schleswig Altstadt

Es war ein hartes Stück Arbeit, aus 800 Fotos genau die richtigen 54 Bilder rauszusuchen, die meine Werkschau zeigen soll.

Warum Werkschau?

Nun, es ist hier nicht die feierliche Vorstellung eines abgeschlossenen Projektes. Was ich hier ausstelle, zeigt nur eine Momentaufnahme einer noch laufenden Arbeit. Es ist mehr als Besuch in einer Werkstatt zu verstehen und dementsprechend auch einfacher gehalten. Ein Foto muss auch für sich stehen können, ohne aufwendigen Rahmen und Sektempfang.

“Schleswig ist schön”

Mit diesem Titel erschien bereits im Sommer 2013 eine Bilderserie in den sozialen Medien, die seitdem kontinuierlich weiter gewachsen ist. Ursprünglich entstanden, ist sie aus einer Trotzreaktion gegen die allgegenwärtigen Vergleiche zwischen den Städten in Schleswig-Holstein, welche denn am schönsten wäre. Ich finde, Schleswig braucht diesen Vergleich nicht zu scheuen und genau das möchte ich mit dieser Ausstellung beweisen.

Wo ist die Werkschau

In der Volkshochschule Schleswig, Königstraße 30, 24837 Schleswig, Eingang und dann gleich die erste Tür links in der großen Halle. Der Eintritt ist frei.
Die Werkschau ist während der Öffnungszeiten (idR. Mo-Sa 8 -20 Uhr) bis zum 20.09.2018 zu sehen.

Sonderangebot Drucke

angebot.jpg Aus der Serie “mein Schleswig” gibt es bis zum 22.07.2018 jeweils einen Satz zu sechs Drucke in A4 zum Schnäppchenpreis von 20.- €.
Der Versand ist natürlich kostenlos.

Ab dem 23.07.2018 gilt wieder der Stückpreis von 5.-€. Also schnell noch per Mailformular bestellen.

Löwenzahn

2018-_MG_6496.jpg Jeder kennt die gleichnamige Kindersendung des ZDF mit Peter Lustig, für die Jüngeren auch mit Fritz Fuchs und Keks. Löwenzahn, er blüht überall und wenn man sich vorminnt, einen zu fotografieren, hat man die Qual der Wahl. Bei der Fülle fängt man an zu verstehen, wie Schwärme funktionieren. Ich habe mir einfach die Wiese ausgekuckt, auf der die meisten Blüten standen und habe nach alter Fotografenmanier, kleine Blende, lange Brennweite aus der Masse eine rausgesucht, auf diese scharf gestellt und fertig war mein erstes Bild. Naja, für den Anfang gar nicht so schlecht, aber eben Standart und deshalb bin ich nicht hier.

2018-GOPR1146.jpg Also etwas mehr Einsatz bitte. Ich unterrichte ja immer so schön, “die besten Bilder macht man immer aus Augenhöhe”, wobei damit leider nicht die Augen des Fotografen gemeint sind. In der niedrigsten möglichen Gangart sieht die Sachen dann schon ganz anders aus. Das einzige Problem, das ich damit habe, auch das kann jeder, der noch irgendwie in die Bauchlage kommt und spektakulär sind diese Bilder noch nicht. Allerdings stimmt die Richtung.

2018-GOPR1125.jpg Nehmen wir nun all unser Wissen, Können und Wollen zusammen und nähern uns irgendwie dem Punkt Null. Hier angekommen, tauchen neue Probleme auf. Wenn man von Unten nach Oben fotografiert hat man zwar einen tollen blauen Himmel als Hintergrund, aber irgendwo da oben tummelt sich auch die Sonne und macht dem Fotografen das Leben schwer. Glaubt es mir, der Platz zum Manöverieren ist da unten nicht üppig und die Position so hinzubekommen, das die Sonne hinter einer Blüte verschwindet, erinnert an asiatische Fittnessübungen.

Trotzdem geht es dann doch irgendwie und man bekommt sogar so etwas wie eine gewisse Routine dabei.

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Kunst und Klau

In der Malerei war es früher üblich, dass man bei einem Meister in die Schule ging, lernte so zu malen, wie der Meister und wenn man irgenwann gut genug war, setzte der Alte sein Zeichen darunter und es wurde als Orginal verkauft. Eine faire Geschichte, zumindest dem Meister gegenüber, denn damit refinanzierte man die Ausbildung.

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Irgendwann entwickelte der Schüler dann seinen eigenen Stil, wurde selbst zum Meister und das Rad drehte sich immer weiter. In der Fotografie ist es durchaus ähnlich. Wenn man dann irgendwann verstanden hat, das Technik nicht Alles sein kann und auch die beste Kamera nur dann gute Bilder macht, wenn der Kopf dahinter kreativ nach Neuem sucht, beginnt man automatisch, sich Vorbilder zu suchen und diese so lange zu kopieren, bis man selbst seinen eigenen Stil erkannt und umgesetzt hat.

Es gibt aber auch noch einen anderen, einfacheren Weg, der keine Kreativität erfordert, trotzdem aber brauchbare Ergebnisse liefert. Man kopiert Bilder, so gut man eben kann und setzt dann gleich den eigenen Namen darunter. Die etwas dämliche Ausrede, wenn man sie dann darauf anspricht, “ich hätte ja nicht das alleinige Urheberrecht an einem Motiv” kommt immer wieder. Vielleicht ist das auch noch ein Entwicklungschritt zu früh und sie verstehen noch nicht, das es ein Motiv und eine Bildidee und eine Umsetzung dieser Idee gibt, und erst alle drei Komponenten machen ein Bild aus.

Ich möchte es einmal an diesem Motiv verständlich machen. Natürlich ist Teil des Bildes der Domturm, gerade so scharf, das man ihn noch gut erkennen kann. Das eigentliche Motiv sollen die scharf abgebildeten Kätzchenblüten im Vordergrund sein. Wo dieser Baum genau steht, ist ja auch auf dem Bild zu sehen. In der Bildgestaltung habe ich mich hier ganz bewusst dafür entschieden, den unscharfen Turm rechts in den goldenen Schnitt zu setzen und damit die Kätzchenblüten auf die linke Bildseite zu beschränken. Beide Motive hintereinander zu stellen, wäre mir persönlich zu unruhig geworden, ich wollte ein klares übersichtliches Foto.

Wenn jetzt jemand mit einem Bild daherkommt und dieses rotzfrech auch noch in seinem Kalender verkauft, welches alle Gestaltungsmittel genau so umgesetzt hat, wie in meinem Bild, dann hat das nichts mit Zufall oder “das Motiv ist für alle da” zu tun. Wenn ich zehn Leute bitte, ein Pferd zu malen, werde ich zehn sehr verschiedene Pferdebilder bekommen, es sei den, Einer hat abgemalt.

Leider ist der Nachweis eines solchen Diebstahl geistigen Eigentums nur sehr schwer an einem Gericht zu beweisen und das ist auch der Grund, weshalb es immer wieder solche Schmarotzer geben wird. Also ärgert Euch nicht, wenn Ihr auch mal an solch einen Schwachkopf geratet und freut euch der Anerkennung, … denn es werden nur die Meister kopiert.