Schloss Gottorf
Das heutige Schloss Gottorf auf der Burginsel am Ende der Schlei war ursprünglich eine Burg der Bischöfe aus Schleswig. Erstmals erwähnt wurde die Burg Gottorf um 1161. Durch seine strategische Lage an der schmalen Landbrücke kontrollierte diese Burg den gesammten Handel mit Jütland und war dementsprechend heiß begehrt. Dennoch wurde sie nie erobert. 1459 ging sie infolge der Erbfolge an die dänische Krone und wurde so Residenz und Verwaltungssitz unter dem dänischen König Christian I. Dessen Nachfolger fingen nach einem Brand an, die ursprüngliche Burg umzubauen, so dass sie sich über eine Renaissancefestung am Ende des 18. Jahrhunderts zu dem heutigen Barockschloss verwandelte. Um 1845 wurden die Verteidigungsanlagen zurückgebaut und umfangreiche Stallungen errichtet. Nach dem Zweiten Schleswigschen Krieges 1867 fiel die dänische Festungsanlage an Preußen und blieb seither in deutscher Hand. Seit 1948 ist Schloß Gottorf Sitz des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums.
Fotografisch ist es schon wegen der schieren Größe nicht einfach, Schloß Gottorf als gesammtes Gebäude zu fotografieren. Auch der alte Baumbestand lässt nur im Winter die verstohlenen Perspektiven zu. Im Sommer muß man eben mit Details leben oder die Bäume integrieren. Wer früh am Morgen oder spät am Abend sein Glück versucht, hat wenigstens weniger Autos auf dem Parkplatz und die im Motiv stehenden Besucher werden dann auch weniger.
Der Westflügel ist der älteste erhaltene Bereich des Schlosses. Hier im Innenhof hat er noch seine alte Pracht.