Ein Springbrunnen im Barockgarten des Schloss Gottorf

Springbrunnen im Barockgarten des Schloss Gottorf Eigentlich ist die Zeit in der Fotografie immer nur das Produkt aus vorhandenem Licht und gewünschter Schärfentiefe, sprich Blende. Erst wenn wir uns ganz bewusst mit dem Thema Zeit auseinandersetzen, bekommt dieser Teil der Belichtungseinstellung eine eigene Bedeutung. Wir können in der Fotografie im Grunde zwei Effekte mit der Zeiteinstellung beeinflussen. Zum Einen ist da das Einfrieren von Bewegung. Auf diese Weise ist es möglich, Dinge abzubilden, die für das menschliche Auge zu schnell ablaufen. Der zweite Effekt besteht in der künstlichen Verlängerung der Aufnahmezeit. Dies geht entweder durch Veränderung der Blende-Zeit-Kombination in Richtung extrem hoher Blenden oder durch die Verwendung sogenannter Graufilter(ND-Filter).

Springbrunnen im Barockgarten des Schloss Gottorf in Schleswig, fotografiert mit einer Langzeitbelichtung von 200 Sekunden Bei diesem Bild habe ich durch die Verwendung eines Statives und eines Graufilters die Aufnahmezeit auf dreihundert Sekunden ausgeweitet. Alle statischen Objekte hatten in dieser Zeit die Möglichkeit, scharf und ausreichend belichtet zu werden. Die sich bewegenden Objekte dagegen haben in dieser Zeit ganz unterschiedliche Bilder geliefert und sind in ihrer Masse unscharf geworden. Folgt man der Informationstheorie, dann besteht das grösste Interesse an Neuigkeiten, die nahe am schon bekannten Wissen liegen. Einen Springbrunnen kennt jeder und die kleine Verfremdung durch die Zeit bringt genug Neues, um Interesse zu wecken.

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