Programmautomatik kontra Blendenvorwahl

Ich verfolge nun schon einige Zeit die selbstverliebte Diskussion, ob man in Zeitautomatik (A/AV) generell bessere Fotos macht, als in der Progammautomatik. Sicherlich hat eine Blendenvorwahl ihren Sinn, aber das gilt nur für einen verschwindend kleinen Teil aller Fotos.

Was passiert denn bei einer Aufnahme?
Der Autofokus sucht sich selbstständig einen Punkt im Bild und stellt darauf scharf.
Der Autoweißabgleich legt fest, wie eine farbneutrale Bildwiedergabe sein soll.
Die Belichtungsautomatik wählt aus einer Reihe möglicher Blenden und Zeiten unter Berücksichtigung des vorhandenen Lichtes und der gewünschten Brennweite die optimale Kombination aus und stellt, wenn nötig den ISO-Wert höher, damit der Depp hinter der Kamera nicht verwackelt.

Wenn ich richtig gezählt habe steht es 5 : 1 für die Automatik. Also ist die Freiheit, die der Fotograf hier genießt, gar nicht mal so groß, wie Anfangs gedacht. Durch dass oftmals mangelhafte Fachwissen und es kommt dann zu einer Entweder-Oder-Entscheidung. Größte oder kleinste Blende, je nachdem, ob der Hintergrund scharf sein soll oder nicht. Welch eine kreative Einflussnahme auf die Entstehung eines Fotos.

Ich halte es da mehr mit einem Zitat von Heinz Teufel:
“Fotografen sind viel zu sehr in ihre Technik verliebt - kein Maler spricht über seinen Pinsel …”.
Wenn man sich um die Technik nicht mehr kümmern muss, hat man mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge in der Fotografie.

Also: Habt Spaß, macht schöne Bilder und redet nicht ständig über Technik!

Fotografie entsteht im Kopf !

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