Ein Gewitter über der Schlei

Gewitter ber der Schlei Auf dem Wetterradar kann man Gewitterfronten recht gut verfolgen und auch einschätzen, wann und wie das Gewitter ablaufen wird. Allgemein sagt man, das Blitze keinen Regen mögen. In diesem speziellen Fall kam erst ein Starkregen und danach die Blitze aus Südwest.
Schon im Vorfeld sollte man sich auch Gedanken über das Motiv für das Foto machen. Ein Effeckt wie ein Blitz, Feuerwerk oder Sonnenuntergang braucht immer eine Kulisse, die auch ohne schon (fast) ein Foto wert sind.

Bei einem Gewitter sollte der Kamerastandpunkt auch noch trocken und vor Allem sicher vor Blitzen sein.
Das schönste Bild ist es nicht wert, das man sich dafür in Gefahr begibt.

Ein Blitz ist wesentlich schneller wie die menschliche Reaktionszeit. Daraus folgt, das man auslöst und hofft, das wärend der Belichtung ein Blitz im Foto herunter geht. Lange Belichtungszeiten machen da am meisten Sinn. Kommt ein Blitz, so beleuchtet er die Szene, kommt er nicht, so muss wenigstens die Kulisse richtig belichtet werden. Das bedeutet, dass man ein simples Nachtbild macht und immer etwas Spielraum für den Blitz lässt.

Blitze fotografiert man am besten mit der Blende 11 - 13. Bei offeneren Blenden wird der Blitz überbelichtet, darüber wird er nur noch als dünner Strich dargestellt.
Mit diesen Überlegungen bin ich während des Starkregens zum Wikingturm gefahren. Dort gibt es einen geschützt liegenden Fussweg mit Blick über die Schlei. Im vorderen Bereich die beleuchtete Ausfahrt des Port Wiking und im Hintergrund die Silhouette von Schleswig mit Dom und Stadthafen.

Dort baute ich mein Stativ auf und stellte meine Kamera auf Manuell. Dann stellte ich auf den mittleren Bereich scharf und stellte den Autofocus aus. Die anfangs gewählte Belichtung war 20 Sekunden bei f11 und ISO 100. Eine genaue Messung war wegen des starken Wetterleuchtens nicht möglich. Die erste Probeaufnahme war mir noch zu dunkel und so habe ich die Zeit auf 30 Sekunden erweitert. Bei der zweiten Probeaufnahme war das Histogramm auf der rechten Seite noch ein Viertel frei. Das sollte die Reserve für den Blitz sein.

Danach fing ich an, eine Belichtung nach der anderen zu machen. Immer in der Hoffnung, dass dort ein Blitz nieder geht. Nach 25 Blidern hatte ich drei Blitze fotografiert. Zwei davon waren zu sehr am Rand, einer passte perfekt. Dieses Bild wurde dann mit Lightroom entwickelt.

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