Feuerwerk

Das Feuerwerk als Abschluss der Husumer Hafentage 2015. Mein Standort ist hier der Fischereihafen und auf dem Foto ist die Klappbrcke zu sehen, die den Innenhafen vom Aussenhafen trennt.Das Feuerwerk als Abschluss der Husumer Hafentage 2015. Mein Standort ist hier der Fischereihafen und auf dem Foto ist die Klappbrcke zu sehen, die den Innenhafen vom Aussenhafen trennt.Das Feuerwerk als Abschluss der Husumer Hafentage 2015. Mein Standort ist hier der Fischereihafen und auf dem Foto ist die Klappbrcke zu sehen, die den Innenhafen vom Aussenhafen trennt. Dieses Abschluss-Feuerwerk der Husumer Hafentage möchte ich einmal zum Anlass nehmen, aufzuzeigen, wie man an so etwas wie ein Feuerwerk fotografisch herangeht.
Die Planung: Als Erstes braucht man einen vernünftigen Aufnahmeort. Dabei sind Informationen aus erster Hand besonders wertvoll. Nach einem Besuch im Husumer Speicher, dort saß nämlich das Organisationsteam der Hafentage, wussten wir, dass dieses Feuerwerk von einer Schute an der Klappbrücke abgefeuert wird. Daraufhin haben wir uns einen Punkt ausgesucht, der ca. 70m davon entfernt, ein schönes Motiv abgibt. Eine Wasserfläche im Vordergrund war uns dabei genauso wichtig wie der Blick auf ein regional bekanntes Bauwerk. Wichtig bei Feuerwerk ist auch die Windrichtung. Optimal ist Seitenwind, der der Rauch in unwichtige Bereiche des Bildes treibt.

Die Ausrüstung: Natürlich gehört, neben der Kamera selber auch ein festes Foto-Stativ dazu. Das darf auch gerne mal 5Kg wiegen, denn je leichter ein Stativ ist, desto wackeliger wird es. Da wir hier mit langen Belichtungszeiten arbeiten, sollte es schon etwas stabiles sein. Die Kamera sollte als Mindestvorraussetzung in der Lage sein, den Autofocus abzuschalten und über die Programme A für Blendenvorwahl, M für manuelle Einstellungen sowie eine ISO-Vorwahl verfügen. Eine Taschenlampe und möglicherweise eine schwarze Mütze runden das Equipment ab.

Die Physik: Ein Feuerwerk besteht sehr hellen, sich bewegenden Lichtpunkten. Das, was wir als Feuerwerks-Bild kennen ist eine Abbildung von Lichtspuren über eine Gewisse Zeit. Dazu kommt eine Langzeitbelichtung vom Bildmotiv, welches in der Regel nur schwach beleuchtet wird. Also müssen wir zwei Lichtsituationen unter einen Hut bekommen. Dafür haben wir drei Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Die Blende, die Aufnahmezeit und die “Film”-Empfindlichkeit ISO.
Die Einstellungen: Die Kamera steht auf dem Stativ, die Autofocusprogramme und alle Bildstabisilatoren sind abgeschaltet. Als Focuspunkt stellt man sich manuell einen Punkt in der Nähe der Abschussstelle ein. Das kann bei diesem Beispiel die Brückendurfahrt sein. Dort gibt es große Lampen, die den Vorgang einfach machen. Nun legen wir den Bildauschnitt fest. Dann stellen Wir die Kamera auf A und wählen eine Blende zwischen 8 und 11 vor. Damit begrentzen Wir die Helligkeit der Feuerwerkskörper auf ein brauchbares Mass und die Kamera sucht uns die passende Belichtungszeit heraus. Eine Probeaufnahme zeigt uns, ob die Szene gut belichtet ist. Sollte das der Fall sein, stellen wir die Kamera jetzt auf M und übernehmen die gemessenen Werte. Andernfalls korrigiert man die Zeit und testet es noch mal.
Die Zeiteinstellung ist hier der zentral Dreh und Angelpunkt, denn hiermit wird auch geregelt, wieviele Feuerwerkskörper nacheinander auf ein Bild kommen.

Die Aufnahme: Die erste Bürgerpflicht heisst, ruhig bleiben. die ersten Aufnahmen gehen garantiert voll daneben, den zu dem vorher gemessenem Licht kommt nun noch das von Feuerwerk hinzu. Aber so ein Feuerwerk dauert bestimmt 10-15 Minuten und dann hat man eigentlich genug Zeit. Schauen sie sich die erste Aufnahme an. Stimmt die Richtung und die Schärfe? Wie ist die Anzahl der Feuerwerkskörper? Sind es zuviele? Dann drehen sie die Zeit auf die Hälfte zurück und erhöhen den ISo-Wert auf das Doppelte. Die Belichtung bleibt auf diese Weise gleich. Wird das Umfeld durch das Feuerwerk jetzt überbelichtet? Dann nehmen Sie die Blende etwas höher … auf diese Weise tastet man sich an die richtigen Werte heran und macht eine Aufnahme nach der Anderen, bis das Spektakel vorbei ist.

Wenn so ein Feuerwerk mit Musik begleitet wird, sollte man darauf besonders achten. Anhand der Musik kann man schon vorher erahnen, was und wann etwas passiert.

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