Fotografen im Ausrüstungswahnsinn

Hoeckerschwan, Cygnus olor Es gibt ja kaum Etwas, was uns Fotografen nicht angeboten wird, wenn es darum geht, die Ausrüstung zu komplettieren. Die Angst, die dabei immer mitschwingt, irgendwann mal in einer Situation zu sein, wofür man nicht gerüstet ist. Natürlich ist es toll, wenn man irgendwo einen kleinen Vogel sieht, sein 800mm/f2.8 Objektiv aus der Fototasche herrauszaubert und diesen Vogel formatfüllend in allerhöchster Qualität abzulichten. Der Respekt der GDT ist einem sicher … und meiner auch. Nicht wegen der Aufnahme, sondern weil Du Depp das Ding jetzt schon stundenlang mitschleppst, nur wegen dem einen Bild …

Fotografen sind viel zu verliebt in Ihre Technik!

Wenn ich mal überlege, wie viele Fotografen ich schon schweisnass unter ihrer Tasche stöhnend gesehen habe, frage ich mich, was da falsch läuft. Macht euch doch mal eine Liste aller Ausrüstungsgegenstände in eurer Fototasche und schreibt dann mal auf, wie oft Ihr diese Dinge braucht. Ihr werdet relativ schnell dahinter kommen, was einfach überflüssiger Ballast ist. Das ist natürlich abhängig von der Art der Fotografie und natürlich auch von eigenen Erwartungen. Ein Landschaftsfotograf wird eine andere Ausrüstung brauchen, als ein Hochzeitsfotograf. Dem einen reicht unterwegs auch ein Allround-Zoomobjektiv, während der Andere eher drei oder vier Festbrennweiten bevorzugt.

Das heutige Schloss Gottorf auf der Burginsel am Ende der Schlei war ursprnglich eine Burg der Bischfe aus Schleswig. Erstmals erwhnt wurde die Burg Gottorf um 1161. Durch seine strategische Lage an der schmalen Landbrcke kontrollierte diese Burg den gesammten Handel mit Jtland und war dementsprechend hei begehrt. Dennoch wurde sie nie erobert. 1459 ging sie infolge der Erbfolge an die dnische Krone und wurde so Residenz und Verwaltungssitz unter dem dnischen Knig Christian I. Dessen Nachfolger fingen nach einem Brand an, die ursprngliche Burg umzubauen, so dass sie sich ber eine Renaissancefestung am Ende des 18. Jahrhunderts zu dem heutigen Barockschloss verwandelte. Jetzt werden manche, nicht so spezialisierte Fotografen einwerfen, man könne ja nie wissen, ob man auf der geplanten Tour dieses oder jenes Ausrüstungsteil brauchen würde. Dagegen gibt es einen einfachen Trick: Kauft euch eine kleine praktische Fototasche oder Rucksack, in die Euer größtes Objektiv gerade noch reinpasst und packt diese Tasche zu Hause für jeden Tag neu. Ihr wisst doch, wohin Eure Reise geht. Ich mache dann immer folgenden Test: Ich nehme die Tasche und halte sie 30 Sec. am ausgestreckten Arm. Wenn das noch mit entspannter Atmung geht, habe ich Alles dabei.

Fototechnik einkaufen!

Wenn Ihr mal in einem richtig großen Fotogeschäft gewesen seid, kennt Ihr dieses Gefühl, ganz kurz vor einem totalen Kaufrausch zu stehen. Logische Argumente treten immer weiter in den Hintergrund und man lässt sich jeden noch so unnötigen Kram aufschwatzen. Man ist dem Fotofachverkäufer schutzlos ausgeliefert und glaubt alle Versprechungen über noch höhere Qualität und damit noch viel bessere Bilder …

Sonnenuntergang an der Schlei Wenn ich meine Ausrüstung optimieren will, wo kann ich mich relativ neutral beraten lassen? Was brauche ich wirklich? Als Erstes sollte ich mich mal fragen, was ich den fotografieren möchte. Das grenzt die Ausrüstung schon mal beträchtlich ein. Die Zweite Frage ist die Häufigkeit, in der ich das Teil benutzen werde. Daraus beantwortet sich auch schon die Frage, wie teuer es denn sein darf. Es lohnt sich immer, mal nach Alternativen zu suchen. Vielleicht reicht ja auch ein Kompromiss völlig aus.
Die dritte Frage geht schon in Richtung Kaufentscheidung. Welches soll es werden. Auch hier gibt es eine Fülle von Tests und Empfehlungen. Am unteren Ende der Glaubwürdigkeit stehen dabei eindeutig finanziell interessierte Beiträge wie Amazon, Ebay oder Colorfoto und wie sie noch alle heissen mögen, die permanent seitenweise Bestenlisten veröffentlichen. Es gibt aber auch “seriöse” Seiten, die sich zwar auch über Werbung finanzieren, aber nicht so sehr von Herstellern abhängig sind. Ich persönlich schaue zum Beispiel gerne mal bei www.photozone.de vorbei. Dazu kommen jede Menge Foren, wo sich seit Einführung des Web2.0 jeder nach seinem persönlichen Auftrag mit Kommentaren verewigen darf. Dabei macht es also immer die Masse der Kommentare aus. Auch hier mein persönlicher Tipp, zumindest für die Canon-Fotografen, ist das www.dforum.net

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